Dienstag, 26. November 2013

Wo Agenten einsam sterben

In diesem Beitrag geht es ausnahmsweise mal nicht um die Drehorte eines Bondfilms, dafür aber eines der Klassiker des Agententhrillers schlechthin, WHERE EAGLES DARE (Agenten sterben einsam) von 1968. In dem Film dringen Richard Burton und Clint Eastwood in das Hauptquartier des deutschen Geheimdienstes ein, das sich in einer unzugänglichen Alpenfestung befindet. Ihr Auftrag ist, einen gefangenen US-General zu befreien, bevor dieser Details über die geplante Invasion der Alliierten preisgeben kann. Doch in diesem Film ist nichts so, wie es scheint.

Action auf einem schneebedeckten Alpengipfel, der nur per Seilbahn oder Helikopter zugänglich ist - damit nahm der Film viel von dem ein Jahr später erscheinenden Bondfilm ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE vorweg. Zu viel?

Donnerstag, 21. November 2013

Neue Welt, alte Feinde?

Gedanken zu einer möglichen Rückkehr von Ernst Stavro Blofeld

In den letzten Tagen meldeten verschiedene Medien, dass der langjährige Rechtsstreit zwischen MGM, der Bondproduktionsfirma Danjaq und Kevin McClory und seinen Erben um die Rechte an THUNDERBALL und dessen Figuren endgültig beigelegt wurde. (Siehe beispielsweise BBC News oder Filmstarts. Näheres zum Rechtsstreit auch hier) Damit wäre nun endgültig der Weg frei für eine erneute filmische Nutzung der Figur. Doch wäre eine Neuinterpretation wirklich eine gute Idee?

Nachfolgend möchte ich die Für und Wider eines Benutzens von Blofeld in der heutigen Zeit aus meiner Sicht erörtern.


Montag, 18. November 2013

50 Years of Bond Cars

A Top Gear Special

50 Years of Bond Cars - A Top Gear SpecialIm letzten Jahr erschien eine Sonderausgabe der BBC-Reihe Top Gear über die 50jährige Geschichte der Bondautos, moderiert von Richard Hammond. Bondfans ist Top Gear nicht unbekannt. Die Kultfigur The Stig, ein komplett schwarz oder weiß gekleideter Rennfahrer mit Helm, dessen Identität ein gut gehütetes Geheimnis war, ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Reihe. 2010 bekannte jedoch der Renn- und Stuntfahrer Ben Collins, der Stig in weiß gewesen zu sein. Collins war auch Stuntfahrer in QUANTUM OF SOLACE und SKYFALL.

Das Special zu den Bondautos bietet einige sehr interessante Einblicke und Stunts.

Montag, 11. November 2013

Steven Soderbergh über seinen Lieblingsbondfilm

Über slashfilm bin ich auf Steven Soderberghs Seite Extension 765 aufmerksam geworden, auf der der Regisseur (OUT OF SIGHT, OCEAN'S ELEVEN und zuletzt BEHIND THE CANDELABRA mit Michael Douglas) zu seinem Lieblings-Bondfilm Stellung nimmt. Welcher das ist, ist keine große Überraschung, da auch zahlreiche andere Regisseure wie beispielsweise Christopher Nolan dieses Werk schätzen. Es ist auch mein Lieblingsbond, und wurde von CASINO ROYALE nicht vom Spitzenplatz verdrängt. Soderbergh geht in dem lesenswerten Artikel auf die Stärken aber auch einige Schwächen ein:

Sonntag, 10. November 2013

Kalter Krieger mit Schattenseiten

Eine Rezension zu William Boyds SOLO

James Bond 007 - SOLO, William Boyd, CoverZur Zeit fährt Ian Fleming Publications dreigleisig. Zum einen hat man mit dem letzten Buchprojekt Carte Blanche die Figur Bond quasi rebootet und in die Gegenwart geholt. Zum anderen hat man den Autoren Steve Cole beauftragt, die von Charlie Higson etablierte Young-Bond-Reihe weiterzuführen. (Mehr dazu auf The Book Bond) Und schließlich wurde Flemings Ur-Bond mit Devil May Care und jetzt mit SOLO in seiner Zeit fortgesetzt. Man lebt also nur dreimal - in den Sechzigern, als Teenager in den Vierzigern und in der Gegenwart. Die dankbarste Aufgabe mit den meisten Freiheiten hatte sicherlich Jeffery Deaver, sozusagen die künstlerische Carte Blanche. Beim Fleming-Bond dagegen gilt es, den in den Fünfzigern erschaffenen Agenten mit den Erwartungen heutiger Leser zu verbinden, die Bond nur aus Filmen kennen - was teilweise weit auseinander klafft. Ist William Boyd dieser Spagat gelungen?

Samstag, 9. November 2013

Bondfilme im Bechdel-Test

Gerade im Netz gefunden: Schweden: Bechdel-Test zeigt Sexismus im Kino auf. Dieser Test wurde 1985 von einer Cartoonistin erfunden, um zu zeigen, ob Frauen in den entsprechenden Filmen ernst genommen werden. Einige schwedische Kinos wollen nun keine Filme mehr zeigen, die den Test nicht bestehen, und nehmen ihn damit vermutlich ernster, als er ursprünglich gemeint war. Dem dürfte ein Großteil der Filmgeschichte zum Opfer fallen, inklusive der gesamten LORD-OF-THE-RINGS- und STAR-WARS-Franchises. Wie sieht es bei den Bondfilmen aus? Der Test besteht aus drei relativ einfachen Fragen:

Freitag, 1. November 2013

Ein Teleskop wird 50

courtesy of the NAIC - Arecibo Observatory, a facility of the NSF
Das Radioteleskop in Arecibo, Puerto Rico, ist eines der absoluten Highlights unter den Drehorten im 1995er Bond-Revival GOLDENEYE. Als wissenschaftlich interessierter Jugendlicher und eifriger P.M.-Magazin-Leser kannte ich diesen Hort astronomischer Forschung bereits, und war dann um so begeisterter, als er zum Schauplatz des siebzehnten Bondabenteuers auserkoren wurde. Auch heute noch ist das für mich eine der interessantesten Bondlocations überhaupt, und ein Musterbeispiel für die Einbindung realer Örtlichkeiten in ein phantastisches Szenario, samt entsprechender Trickaufnahmen. In diesen Tagen feiert das Observatorium, das immer noch eine zentrale Rolle in der Erforschung des Universums einnimmt, sein halb-hundertjähriges Bestehen. Die Geschichte eines Ortes, an dem sich nüchtern-akribische Faktensuche und visionär-vorauseilende Phantasie stets gegenseitig beflügelten: