Mittwoch, 31. Oktober 2018

Bonds Merchandising-Dilemma

Häufig ertappe ich mich dabei, in Elektronik- und Supermärkten, Gamerläden oder auch Spielwarengeschäften nach Film-Merchandising-Artikeln zu suchen. Zu Bond findet man dabei fast nie etwas. Selbst für DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL, einer 45 Jahre alten Defa-Produktion, gibt es in Richtung Weihnachtszeit mehr Artikel als welche mit einem wie auch immer gearteten 007-Bezug. In der Konsumwelt findet James Bond praktisch nicht statt, mit der einzigen Ausnahmen von Parfüms.

Blogbuster veröffentlichte hier eine Infografik zu den verschiedenen Einnahmequellen des Star-Wars-Franchise. Neben Computerspielen - die in letzter Zeit bei Bond auch in extremer Weise vernachlässigt werden - machen Spielzeuge mit Abstand den Löwenanteil aus. Bond hätte auf diesem Sektor auch ein enormes Potential, das man ebenso brachliegen lässt wie die Spiele.


Donnerstag, 20. September 2018

Regisseur und neuer Starttermin für BOND 25!

Weißer Rauch aus dem Hause EON! Nach dem Ausstieg von Danny Boyle ist das Spekulieren nun endlich vorbei: EON Productions gibt heute bekannt, dass der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Cary Jogi Fukunaga die Regie des neuen James-Bond-Abenteuers übernehmen wird. Die Dreharbeiten beginnen am 4. März 2019, und der Film soll am 14. Februar 2020 in die Kinos kommen. Ein Datum mit einem doppelten Novum: seit GOLDENEYE 1995 war jeder Bondfilm im Herbst oder Winter gestartet, und es gab noch nie einen Film mit einer runden Jahreszahl.

Fukunaga führte Regie bei SIN NOMBRE (2009), JANE EYRE (2011), der ersten Staffel von True Detective (2014) sowie dem mehrfach ausgezeichneten BEASTS OF NO NATION (2015) mit Idris Elba. Zu letzterem verfasste er auch das Drehbuch.


Sonntag, 16. September 2018

Mord unter'm Mangobaum

                                                         "Underneath the Mango Tree
                                                 Me honey and me make boolooloop soon."
                                                                                   (Under the Mango Tree, Diana Coupland)

Bond-Marathon #001: DR. NO (1962)

Nach der TV-Verfilmung von Casino Royale geht es nun endlich richtig los mit dem Marathon durch die Bondgeschichte, mit DR. NO (James Bond 007 jagt Dr. No) aus dem Jahr 1962. Zum Film und den zeitgeschichtlichen Hintergründen hatte ich mich bereits hier schon einmal ausgelassen. Für diesen Marathon habe ich mir ein spezielles Bewertungssystem erstellt, das ich an jeden Film anlege und dadurch zu einer hoffentlich weniger subjektiven Bewertung komme, als das normalerweise der Fall ist. Es orientiert sich an der gymnasialen 15-Punkte-Bewertung. Zum Teil habe ich die Filme jetzt seit ungefähr zwei Jahren nicht mehr gesehen und freue mich sehr darauf. Ich sehe sie auf Bluray und im Originalton.



Dienstag, 28. August 2018

Sterben Sie wohl, Mr. Bond

Während es in den vergangenen Monaten und sogar Jahren wenig bis gar keine offiziellen Informationen über den neuen Bondfilm gab, ist nach dem Ausstieg von Regisseur Danny Boyle gerade nichts älter als das Gerücht von gestern. Pressemeldungen überschlagen sich mit Spekulationen über die Hintergründe und Auswirkungen, und widersprechen sich teilweise diametral. Offiziell werden nur "kreative Differenzen" als Grund für Boyles Ausstieg angegeben. Inoffiziell reichen die Spekulationen von der Besetzung des russischen Gegenspielers mit dem Polen Tomasz Kot bis hin zu einem geplanten Tod von Bond am Ende der Geschichte von Bond 25. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass man Bond am Ende von Craigs finalem Film wirklich sterben lassen will?


Dienstag, 17. Juli 2018

35 Jahre OCTOPUSSY mit Maud Adams in Berlin

35 Jahre OCTOPUSSY in Berlin - Event des James Bond Club DeutschlandDa der Bondfilm OCTOPUSSY zum Teil in Deutschland gedreht wurde, war das diesjährige Event des James Bond Club Deutschland ein Heimspiel. Das 35jährige Jubiläum des Klassikers wurde am Samstag, dem 14. Juli, in Berlin gefeiert - mit dem Besuch der Drehorte, Original-Requisiten, einer Vorführung des Films und schließlich mit Stargast Maud Adams, die in OCTOPUSSY die Titelrolle verkörperte.



Montag, 4. Juni 2018

Ladehemmung

Bond-Marathon #000: CLIMAX! - CASINO ROYALE (1954)

In einigen Franchises gibt es Versuche einer Erstverfilmung, die heute eher als Kuriosität gelten. Bei STAR TREK wäre das der erste Pilotfilm Der Käfig (1965), bei LORD OF THE RINGS die Zeichentrick-Verfilmung von 1978. Bei James Bond ist es die TV-Adaption von Casino Royale aus dem Jahr 1954. Während bei Der Käfig aber beispielsweise die Effekte und das Drehbuch hochwertiger sind als die der meisten späteren Serienfolgen, lässt sich bei Casino Royale das Potential der späteren Filmen nur erahnen.

Man könnte sich sogar darüber streiten, ob die Adaption überhaupt als James-Bond-Film bezeichnet werden kann, da es sich nur eine Fernseh-Aufzeichnung handelt, und James hier nur Jimmy genannt wird. Aber trotz aller offensichtlicher Mängel würde man Casino Royale damit Unrecht tun, denn er hat auch einige überraschende Pluspunkte.


Freitag, 25. Mai 2018

OFFIZIELL: Universal neuer Verleihpartner

Danny Boyle auf der Berlinale 2017
Danny Boyle auf der Berlinale 2017
(wikipedia)
Endlich gibt es mal wieder etwas offiziell Bestätigtes: Universal Pictures treten in die Fußstapfen von Sony und übernehmen den internationalen Verleih der Bondfilme außerhalb Nordamerikas. (Für Nordamerika ist Annapurna Pictures zuständig, wie bereits vor einigen Monaten bekanntgegeben wurde.) Bestätigt werden außerdem Danny Boyle als Regisseur, John Hodge als Drehbuchautor sowie der Starttermin am 25. Oktober in Großbritannien, beziehungsweise am 8. November in den USA. Drehbeginn ist noch in diesem Jahr, am 3. Dezember 2018.

Universal beherbergt unter anderen das Bourne- und das Fast-and-Furious-Franchise. Nach der Verpflichtung von Vic Armstrong für BOND 25 lässt auch das auf großartige Actionszenen hoffen, die auch jüngere Zuschauer wieder ansprechen.

Sonntag, 29. April 2018

Parodien und Hommagen: CONDORMAN (1981)

CONDORMAN DVDVor 25 Jahren wurde ich zum Bondfan, als ich eine CD mit den Bond-Titelsongs anhörte, die zum 30jährigen Jubiläum 1992 erschienen war. Beim Hören kamen mir all die kultigen Szenen aus den Bondfilmen wieder in den Sinn. Eine Szene jedoch, die ich YOU ONLY LIVE TWICE oder THE SPY WHO LOVED ME zuordnete, konnte ich beim Ansehen der Filme nicht wiederfinden: Der Superspion ist mit seiner Begleitung in einem klapprigen Lastwagen unterwegs. Als Verfolger auftauchen, drückt er einen Knopf - die beiden rutschen nach unten in die Sitze eines Sportwagens, der daraufhin die Front des Lastwagens durchbricht.

Erst später stellte ich fest, dass die Szene zu der Bond- und Superhelden-Parodie CONDORMAN von 1981 gehört. Eine Disney-Produktion, die auch heute noch Spaß macht und zu den amüsantesten Bondparodien gehört.


Freitag, 20. April 2018

Superhelden und Agenten

Vor achtzig Jahren, im Frühjahr 1938, erschien die erste Ausgabe von Superman. Damit erblickte der erste Superheld das Licht der Welt - ein Konzept, das die Populärkultur entscheidend prägte und bis heute enorm erfolgreich ist. Dass eine relativ naiv und pathetisch wirkende Verschmelzung von fast unbegrenzter Macht mit purem Edelmut ein Jahr vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine goldene Ära von Superhelden einläutete, verwundert aus heutiger Sicht nicht. Unter G.I.s waren die Geschichten um den stählernen Helden ebenso beliebt wie in Japan, bis hin zu Kaiser Hirohito.

Das Erfolgsrezept von Superhelden ist dabei noch deutlich älter als 80 Jahre  und wird heimlich auch von zahlreichen anderen Helden benutzt. Auch James Bond ist eigentlich ein Superheld!

Sonntag, 18. März 2018

Eon's unmögliche Mission

Nachdem mittlerweile Danny Boyle selbst bestätigt hat, dass er Ende des Jahres mit den Dreharbeiten zu BOND 25 beginnen wird, sobald das Drehbuch von John Hodge fertig ist und von EON abgenommen wurde, stellt sich die Frage, was der Ansatz von Boyle und Hodge sein wird. The Hollywood Reporter fragt, ob für Craigs Bond nach seinen vier Filmen überhaupt noch etwas zu tun übrigbleibt. Gemessen an der klassischen Bondformel gibt es da sicher noch zahlreiche Möglichkeiten.

Doch die entscheidende Frage für BOND 25 ist eine ganz andere.


Mittwoch, 28. Februar 2018

Lewis Gilbert verstorben

Er war der Meister der überlebensgroßen Bond-Epen: Der britische Regisseur Lewis Gilbert verstarb kurz vor seinem 98. Geburtstag in Monaco. Seine Karriere begann mit Dokumentarfilmen für die Royal Air Force im 2. Weltkrieg. Der Krieg als Thema zieht sich auch durch einige seiner Spielfilme, wie SINK THE BISMARCK! (1969). Nach dem erfolgreichen und oscar-nominierten Film ALFIE (Der Verführer läßt schön grüßen, 1966) mit Michael Caine engagierte ihn Albert R. Broccoli für die Regie des fünften Bondfilms YOU ONLY LIVE TWICE. Der Film wurde durch die gigantischen Vulkan-Interieurs von Ken Adam und die surreale Geschichte von Roald Dahl zum Inbegriff des phantastischen Bondfilms.

Zehn Jahre später inszenierte Lewis Gilbert mit THE SPY WHO LOVED ME einen weiteren Bondfilm, der einem ähnlichen Handlungsmuster folgt, aber gleichzeitig etwas glaubwürdiger angelegt ist. SPY bedeutete nicht nur den endgültigen Durchbruch von Roger Moore in der Bondrolle, sondern auch einen Meilenstein im Weiterbestehen des Franchises. Mit MOONRAKER folgte man zwei Jahre später ein drittes Mal einer Geschichte um entführtes High-Tech-Equipment durch einen größenwahnsinnigen Superschurken, wobei die Elemente hier größtenteils sich selbst parodieren. MOONRAKER war lange Zeit der erfolgreichste Film der Reihe.

Die drei Bondfilme von Lewis Gilbert sind eine Klasse für sich und ragen selbst innerhalb des eh schon durch spektakuläre Attraktionen geprägten Bondfranchises noch einmal heraus. Sie fesselten Millionen Zuschauer sowohl vor der Leinwand als auch vor dem Bildschirm, und mehr als andere Beiträge der Reihe auch ein jüngeres Publikum. Sie prägten ganze Generationen von Fans und schufen überdurchschnittlich viele der weltbekannten ikonischen Bilder der Bondwelt.

Auch mein erster Bondfilm war Man lebt nur zweimal im Fernsehen (siehe hier), und Der Spion, der mich liebte und Moonraker gehören zu meinen frühen und prägenden Bonderlebnissen. Danke dafür, Lewis Gilbert!

Dienstag, 27. Februar 2018

Event zu 35 Jahre OCTOPUSSY in Berlin

Octopussy-Event in Berlin vom James Bond Club Deutschland 2018
Der James Bond Club Deutschland präsentiert zum 35. Jubiläum von OCTOPUSSY ein besonderes Event am 14. Juli in Berlin, einem der Drehorte des 13. James-Bond-Abenteuers. Stargast ist Titelheldin Octopussy in Person der schwedischen Schauspielerin Maud Adams. Hier wird es ein 'Meet & Greet' mit Autogrammstunde und Fotomöglichkeiten geben.

Weitere Highlights des Events sind eine geführte Bustour zu allen Film-Locations, ein Besuch des Spionagemuseums Berlin und eine Kinovorführung des Jubiläumsfilms OCTOPUSSY.

Anmeldung und weitere Informationen gibt es unter: Events@James-Bond-Club.de. Anmeldeschluß ist der 30. Juni 2018.

Freitag, 23. Februar 2018

Macht Boyle doch Bond?

Boyle auf der Berlinale 2017
Einen Bondfilm hat er bereits gedreht: Der britische Regisseur Danny Boyle (TRAINSPOTTING, SLUMDOG MILLIONAIRE), anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2012. Daniel Craig holte in diesem kurzen Spot die Queen persönlich ab und sprang mit ihr über der Eröffnungsfeier aus einem Hubschrauber. Dadurch war Danny Boyle dann auch als Regie-Kandidat für SKYFALL und SPECTRE im Gespräch, aber in Interviews äußerte er damals kein Interesse an einem Bondfilm.

Laut dem Fachblatt VARIETY scheint Boyle nun aber wieder für Bond 25 im Gespräch zu sein. Und gemäß DEADLINE wandte sich Boyle mit einer eigenen Idee für den wohl finalen Craig-Bond an die Produzenten, welche TRAINSPOTTING-Autor John Hodge nun zu einem Drehbuch ausarbeitet. EON scheint diese Idee so vielversprechend zu finden, dass man Hodge Zeit einräumt. Bisher hatte man bereits selbst ein Drehbuch den beiden Stammautoren Purvis und Wade in Auftrag gegeben. Falls man sich für Boyle und seine Story entscheidet, wäre das Purvis-Wade-Script wohl hinfällig, beziehungsweise vielleicht eine Option für einen späteren Film. Einen ähnlichen Vorgang gab es kürzlich bei STAR TREK, wo Quentin Tarantino mit einer eigenen Idee an Paramount herantrat und damit offenbar auf Interesse stieß. (Siehe auch hier.)

EON hätte damit die Auswahl zwischen zwei verschiedenen Drehbüchern, wobei Boyle als Regisseur sicher nur für seine Idee zur Verfügung stehen würde. Der Nachteil der Boyle-Version könnte dabei eine Verzögerung der Produktion sein.
Musikalisch wäre die Wahl für Boyle interessant, da er anders als Sam Mendes keinen Hauskomponisten mitbringt. Er arbeitet häufig mit der britischen Band Underworld zusammen, die sicher ein Kandidat für den Titelsong wären. Ansonsten arbeitete er mit John Murphy, A.R. Rahman, Daniel Pemberton und auch David Arnold (für A Life Less Ordinary). Neben einer Rückkehr von Arnold wäre für mich vor allem Pemberton interessant, der mit CODENAME U.N.C.L.E. bereits auf den Spuren des jungen John Barry wandelte.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Happy New Year!

BOND & BEYOND wünscht allen Fans unseres Agenten ein wunderschönes Jahr 2018 voller Gesundheit, Erfolg, Liebe und natürlich bondigen Momenten - hoffentlich auch in Form von Neuigkeiten zu BOND25!

Begleitet wird dieses Jahr von vier Jubiläen, davon ein rundes: FROM RUSSIA WITH LOVE (55 Jahre), LIVE & LET DIE (45 Jahre), OCTOPUSSY (35 Jahre) sowie QUANTUM OF SOLACE (10 Jahre).